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Im Rahmen von ausrutscher.de wurde bisher ganz allgemein von den täglichen Problemen beim Umgang mit dem Digitalen berichtet (und unmittelbar der
zwerchfellerschütternde Nutzen daraus gezogen).
Jetzt soll auf mögliche Hintergründe eingangen werden: Wie kommt es eigentlich zu den quantitativen Stilblüten, ist das einfach nur ein unbedeutender Lapsus des
Hirns oder steckt mehr dahinter? Wenn ja, wie kam es dazu, können wir diese Schwäche hinnehmen oder muss man dagegen gezielt vorgehen?
Zu den Begriffen: Als Pendant zum allgemein bekannten Begriff der „Lese- und Schreibschwäche“ („illiteracy“) gibt es den weniger bekannten Begriff der
„Rechenschwäche“. Auf Grund eines Bestsellers von John Allen Paulos wird Letzteres auch als „innumeracy“ bezeichnet (check out www.innumeracy.com
), im Medizinischen gibt es den Begriff der „Dyskalkulie“.
In diesem Kapitel geht es um:
Aus diesen (und anderen) Informationen erlaube ich mir folgende (knapp gefasste) Meinung:
- Die Rechenschwäche ist ein beliebtes und unerschöpfliches Mittel zur Belustigung, ausrutscher.de lebt davon!
- Aber: Spätestens seit der PISA-Studie wissen wir, dass die hier versammelten digitalen Stilblüten (Teil-)Indikatoren für ein peinliches gesellschaftliches Problem sein müssen
- Da die logische, mathematische und naturwissenschaftliche Grundbildung (einschliesslich der Statistik) - genauso wie Lesen und Schreiben - zu den Grundvoraussetzungen eines „konstruktiven,
engagierten und reflektierenden Bürgers“ gehören, muss etwas gegen die innumeracy getan werden
- Jedoch: Eine simple Therapie gegen die Rechenschwäche gibt es nicht, es hat u.a. viel damit zu tun, welchen Wert die Gesellschaft der „mathematical and scientific literacy“ beimisst und wie
sie ihr Erziehungssystem organisiert, d.h.: wie führt man seine Kinder in die Welt des Digitalen ein (zuhause, in der Schule, in den Medien...)???
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